Wolf Bertram Becker

„Noch mindestens zehn Jahre könnte ich von dem bis jetzt auf Reisen Gesehenen zehren. Wenn ich all diese Eindrücke aufgreife, kann ich den Rest meiner Tage in Weimar bleiben. Eine absurde Vorstellung.“

 

Große Spannungsfelder umgreifen das Werk von Wolf Bertram Becker; es lebt von einer Energie, die immer wieder ...
 
Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland, 2012 

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Dieser Künstler liebt ganz offenbar Paradoxien, hat er sich doch für etwas wie einen abstrakten Realismus entschieden. Er öffnet...
Jan Basche, Berlin 2002

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Hochfahrende Neigung. Zu einigen Motiven bei Wolf Bertram Becker 
Wo ein Weg läuft, liegt die Landschaft gespalten. Auch wo das Feld leer steht, trennt er die Welt, die Aussicht, und verbindet.....
Jan Basche, Berlin 1997

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Offene Konstruktionen. Bilder von Wolf Bertram Becker

Wolfgang Bock

Offene Konstruktionen
Bilder von Wolf Bertram Becker


Frei wie zwei Vögel. Ein Analogieschluss

Der Maler Wolf Bertram Becker liebt Darstellungen von Konstruktionen, Landschaften und Fluchten. Seine Bilder befassen sich mit Perspektiven, Farben und Flächen. Er bevorzugt traditionelle Techniken wie Öl auf Leinwand, Aquarell und Tusche auf Papier und Karton. Seine Motive entnimmt er verschiedenen Quellen wie Überlegungen zum Raum und zur Form, aber auch aus Eindrücken von Reisen. Betrachtet man seineBilder, so erkennt man zersprengte Brücken, Geflechte aus Stahlträgern, Riesenräder, antike Torbögen und Tempel, arkadische Landschaften, antike Säulen, eingerüstete Gebäude, Hafenansichten von New York, Segelschiffe, wieder Brücken und Treppen. Dazu finden sich in seinem Werken Zeichnungen und Radierungen, Akte und vielschichtige Portraits, Aquarelle und Studien mit Kohle und Bleistift. Diese Motive sammelte Becker auf Studienreisen, die ihn unter anderem nach Russland, Frankreich und Süditalien, Marokko und in die USA führten und bringt sie immer wieder in neue Versuchsanordnungen.

Beckers Bilder bestechen vor allem durch ihre Anlage und ihre Farbigkeit. Unterschnitte und farbige Kontraste fordern den Betrachter heraus. Sie zeigen Ausschnitte der äußeren Realität und bleiben doch Einheiten und Gestalten für sich. Sie sind gegenständlich und abstrakt zugleich, Ausdruck von reiner Farbe und ihrer Variation am Objekt. Die großformatigen Flächen von schattiertem Rot, Blau, Orange, Gelb oder Schwarz geben den Augen Raum und ermöglichen dem Betrachter die Bewegung zwischen Nah- und Fernblick, schweifender Aussicht und Ruhestellung. Die Objekte bleiben dabei unnahbar, wie sehr man die Distanz zu ihnen auch zu mindern versucht, indem man dicht an sie herantritt und die Einzelheiten studiert.

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